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Pro oder contra FOC???

   Kaum etwas wird derzeit so kontrovers diskutiert, erhitzt die Gemüter so wie das Thema Factory Outlet Center in Hamborn.

Lesen Sie hier, was zum Thema duch den Blätterwald rauscht.

Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail: 

aus WAZ/NRZ 27.02.2010 von G. Herberholt:

Neubaupläne in Marxloh/Alt-Hamborn : Outlet-Center soll „Schwung für den Norden Duisburgs“ bringen

Duisburg. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, sagt Roger Sevenheck, Geschäftsführer der German Development Group mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmer, das er als Geschäftsführer leitet, will - wie berichtet - in Marxloh das seit drei Jahren vieldiskutierte Factory-Outlet-Center bauen.

Obwohl sich die Verhandlungen schon so lange hinziehen, ist er die Ruhe selbst. Drängen mag er die Stadtmitarbeiter nicht. Und die Politiker, die den Daumen hoch- oder runterdrehen müssen, auch nicht. „Wir wollen das mit der Stadt machen“, sagt der gebürtige Niederländer ganz sanft und entspannt mit leicht holländischem Akzent.

Im nächsten Moment sprüht er vor Energie. Jetzt will er erklären, warum er sich ausgerechnet Marxloh ausgesucht hat. Das sei der perfekte Platz, „direkt an der Autobahnausfahrt“, sagt er. Genau das, was sein Unternehmen gesucht habe. „Es gibt für uns keinen anderen Standort, wir sind nur an Marxloh interessiert.“ Und das aus gutem Grund: Zum einen bieten Duisburg und Umgebung reichlich Besucherpotenzial, zum anderen will Sevenheck die ganze Rhein-Ruhr-Region ansprechen. „Roermond“, sagt er, „kannte vor ein paar Jahren kein Mensch. Da war doch nichts.“

Vorbild: Center inm holländischen Roermond

Aber heute spreche alle Welt davon. Wegen des dortigen Outlet-Centers, das 2001 eröffnet hat und inzwischen drei Millionen Besucher pro Jahr anlocke. „70 Prozent der Kunden dort sind Deutsche“, weiß der Niederländer. „Die will ich nach Duisburg holen.“ Wenn das Center mit rund 45000 Quadratmetern Fläche auf dem Gelände der Rhein-Ruhr-Halle und des benachbarten alten Hallenbads komme, dann würden auch Marxloh und Hamborn aufblühen, verspricht der Geschäftsführer.

„Wir wollen keine Konkurrenz zum Einzelhandel sein“, sagt er. Obwohl 120 Geschäfte aus den Bereichen Textilien, Schuhe, Porzellan etc. entstehen sollen. Was man im Einzelhandel finde, gebe es beim Outlet-Center nicht und umgekehrt. Geplant ist, Überschussproduktionen, Auslaufmodelle und B-Ware anzubieten. „Wir werden das genau mit der Stadt absprechen“, sagt Sevenheck ganz auf Harmonie bedacht. Und er packt noch einen Trumpf aus: „Wir werden 700 bis 800 Arbeitsplätze schaffen.“ Anwerben wolle man vor allem Menschen aus dem Umfeld.

Einkaufsstandorte Marxloh und Alt-Hamborn sollen profitieren

Ähnlich wie im holländischen Roermond würden sich die Einkaufsstandorte Marxloh und Alt-Hamborn mit Sicherheit weiterentwickeln und von den Kunden des Outlet-Centers profitieren. „Man besucht das Center ein paar Stunden und schaut dann in der Nachbarschaft“, beschreibt er die Situation in der Einkaufsstadt jenseits der Grenze. Ähnlich, glaubt er, werde sich die Situation auch hier entwickeln.

Und wenn der Einkaufstempel nicht kommt? Dann wären Marxloh und Hamborn in zehn Jahren „wohl kaum noch attraktiv für Kunden“, befürchtet der Mann, der die 70 Millionen-Euro-Investition für seine Firma durchbringen will.

Der Marxloher CDU-Ratsherr und Outlet-Verfechter Rainer Enzweiler bekräftigt nochmal, dass es wichtig für den Duisburger Norden sei, zum „Hauptzentrum“ zu werden. Das war Marxloh schon einmal, bis Mitte/Ende der 1970er Jahre. Enzweiler sieht es wie Roger Sevenheck, der im Gespräch mit der Redaktion sagte: „Das Center bringt den Norden in Schwung.“

 

aus WAZ/NRZ 25.02.2010 von G. Herberholt:

Bebauungsplan : CDU-Ratsherr: Outlet-Center schadet dem Handel nicht

 

Duisburg . In knapp vier Wochen muss der Rat der Stadt Duisburg entscheiden, ob ein Bebauungsplan für Hamborn aufgestellt wird mit dem Ziel, direkt an der A 59-Ausfahrt „Marxloh“ ein Factory Outlet Center (FOC) zu errichten. CDU-Ratsherr Rainer Enzweiler sieht keine Gefahr für den Einzelhandel.

Bevor der Rat über das Vorhaben entscheidet, werden sich der Umweltausschuss (2. März) und der Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung (4. März) mit dem Thema befassen.

Am Mittwoch sei allen Fraktionen ein Gutachten zugegangen, das von Stadt und Handel in Auftrag gegeben worden sei, berichtet CDU-Ratsherr Rainer Enzweiler aus Marxloh. Er ist die treibende Kraft, macht sich seit rund zwei Jahren dafür stark, dass auf dem Gelände der Rhein-Ruhr-Halle und des benachbarten alten Hallenbades ein solches Shopping-Center entsteht.

Alt-Hamborn/Marxloh soll sich zu einem „überbezirklichen“ Zentrum entwickeln

Dort sollen Markenhersteller ihre Auslaufware, Überschussproduktionen etc. anbieten. Ziel ist es, den Einkaufs-Bereich Alt-Hamborn/ Marxloh zu stärken, damit er sich zu einem „überbezirklichen“ Hauptzentrum wie die Innenstadt entwickelt.

Enzweiler, der das Gutachten schon quergelesen hat, ist begeistert vom Ergebnis: „Das FOC hat, verkürzt gesagt, keine negativen Auswirkungen auf den Einzelhandel“, fasst der Christdemokrat zusammen. Deshalb geht er davon aus, dass die Politiker nächste Woche in den beiden Fachgremien und am Ende März im Rat der Stadt von dem Projekt überzeugt werden können.

Die Baumaßnahme könnte rasch beginnen, die Investoren stünden in den Startlöchern, so Rainer Enzweiler.

 

Hamborner Nachrichten 24.02.2010:

 

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